Wir sind alle mit ihnen vertraut - das Fach der Schmach. Es gibt es beinahe in jedem Zuhause, häufig in der Küche oder am Flur, und manchmal sogar im Schlafzimmer. Dieses Fach ist das Nemesis des Minimalismus.
Genau dort finden wir leere Batterien (natürlich nur halb voll), abgenutzte Schlüssel, Kaugummi-Aluscherzen, Stifte, die schon lange keinen Tintenfluss mehr haben – und irgendetwas dazwischen: Einzelne, geheimnisvolle Gummiringe. Für was? keine Ahnung. Aber wegschmeißen? Nein danke. Können doch noch nützlich sein.
Heute ist es vorbei mit dem Behalten von Dingen wie "vielleicht noch mal gebrauchsfähig". Du wirst zur Expertein im Aufräumen und schaffst Ordnung im Durcheinander - dank einiger genialer Ratschläge und passender Fächersortierungen. Bist du bereit? Dann los!
Schritt 1: Lass alles heraus – jawohl, wirklich ALLES
Der erste Schritt ist gnadenlos: Zieh die Schublade komplett leer. Breite den gesamten Inhalt auf einem Tisch aus. Es wird schlimmer aussehen, als du gedacht hast. Aber genau das ist der Punkt. Manchmal muss man das Ausmaß des Chaos’ sehen, um zu erkennen, wie viel Zeug man eigentlich hortet.
Du wirst Dinge finden, von denen du nicht mal mehr wusstest, dass du sie besitzt:
- Eine verfilzte Ansammlung von Kabeln, die nicht länger zu einem Gerät passen.
- Ein halber Rollen Tesafilm – ohne Abrollervorrichtung.
- Trockene Filzstifte, die so ausschauen als wären sie direkt aus der Steinzeit.
- Und sicherlich einige rätselhafte kleine Teile, die dich denken lassen: "Was zum Teufel ist das nur?"
Lies auch: Genug vom Tupperware-Wirrwarr: Stoppe den Chaos-Zustand deiner Brotbehälter mit diesem Hilfsmittel für die Küche (unglaublich!).
Schritt 2: Großes Aufräumen machen – zeige Ernstigkeit
Jetzt wird aussortiert. Und zwar rigoros. Frag dich bei jedem Teil:
- Brauche ich das wirklich?
- Habe ich es im letzten Jahr benutzt?
- Hätte ich ein Bedauern, wenn es übermorgen nicht mehr da wäre?
Falls du dich bei irgendeiner dieser Fragen unsicher bist, dann ist die Lösung offensichtlich: Weg damit im Mülleimer. (Oder ins Recyclen, falls das geht.)
Besonders heikel sind die "Könnten-sie-mir-noch-nutzen"-Dinge. Tatsache ist: Sie werden es nicht tun. O alte Ladeschnur von Handys, an die du schon lange kein Gerät mehr anschließen kannst? Raus mit dem Teil! Und was sollst du mit den Anleitungen für einen Toastautomaten behalten, den du seit 2010 nicht mehr besessen hast? Sag ihnen Lebewohl.
Hinweis: Stelle eine „Ausfallsicherheitsbox“ mit bis zu 5 Gegenständen zusammen, die dich unsicher machen. Falls du sie innerhalb der kommenden 3 Monate nicht benötigst – schmeiß sie raus.
Schritt 3: Schubladen-Organizer nutzen
Jetzt kommt der spaßige Teil: Ordnung schaffen. Mit Schubladen-Organizern wird das Chaos nicht nur gebändigt, sondern elegant in Szene gesetzt. Diese kleinen Wunderdinger gibt es in allen Formen und Größen – von variablen Fächern bis zu stapelbaren Boxen.
Außerdem perfekt für kleine Gegenstände: Essbesteckschränke, die ursprünglich für Schubladen in der Küche gedacht waren. In den Abteilen kann man auch gut "Ich-brauche-das-vielleicht-eines-Tages"-Zeug ordnen.
Auch hervorragend geeignet für winzige Gegenstände: Sortierschubladen, die speziell für Schrauben, Nägel und dergleichen entwickelt wurden.
Hier kannst du Organizers für Schubladen bei Lidl, Tchibo und anderen Shops kaufen.*
Schublade clever organisieren
Bist du mit den ausreichenden getrennten Lagerräumen, wie zum Beispiel Sortierkörben oder Fächern für die Schubladen, vorbereitet, kannst du beginnen zu organisieren:
- Sortiere nach Kategorien: Stifte zu Stiften, Batterien zu Batterien, Kabel zu Kabeln.
- Verwende kleine Fächer für Mini-Kram: Büroklammern, Gummibänder oder USB-Sticks haben endlich ein Zuhause.
- Flexibles Organisatorisches ist von unschätzbarem Wert: Man kann sie anpassen, falls man mal mehr oder weniger Platz braucht.
Das Coole dabei ist: Sobald jedes Teil seinen bestimmten Platz hat, wird es schwieriger, etwas schnell hineinzuschleudern. Die Ordentlichkeit entwickelt sich zur Gewohnheit.
Schritt 4: Die Ein-für-eins-Regel
Um sicherzustellen, dass deine Schublade in drei Wochen nicht so aussehen wird wie zuvor, ist da ein einfacher Trick: die Eins-zu-Eins-Regel. Das bedeutet, für jedes neue Objekt, das du hinzufügst, musst du etwas Altes entfernen. Auf diese Weise behältst du stets Kontrolle über den Haufen kleiner Dinge.
Darüber hinaus könntest du es dir zur Gewohnheit machen, einmal im Monat eine kleine Aufräumaktion zu verrichten: Einfach nur die Schubladen durchsuchen und unbrauchbaren Plunder entsorgen. Das ganze Verfahren dauert nicht länger als fünf Minuten, schont aber deine Geduld ungemein.
Schritt 5: Psychnisches Kunststück – Stolze Schublade aufmachen
Hier ist ein abschließender, doch wirkungsvoller Rat: Verwandle deine Schublade in eine Stelle, die dich freut aufzumachen. Möglicherweise fügst du ihr ein hübsches Inlays für die Innenseite hinzu oder klebst dort kurze, positive Zitate wie "Du bist ordentlich!" Ein bisschen kindlich? Dennoch funktioniert es.
Je mehr du dich über die neue Ordnung freude machst, desto eher wirst du angeregt sein, sie beizubehalten.
Die Schublade der Schande verwandelt sich in die Schublade des Stolzes.
Ordnung in der Schublade zu halten, ist keine Zauberei. Es braucht nur ein bisschen Mut zum Ausmisten, ein paar clevere Organizer und die Entscheidung, das „Könnte-noch-nützlich-sein“-Mantra loszulassen.
Die Belohnung? Eine Schublade, die du mit Stolz öffnest – und kein wildes Tetris-Spiel mehr, um den letzten Kugelschreiber zu finden. Bereit für deine persönliche Aufräum-Revolution? Dann ran an die Schublade!
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