Lavendel zaubert durch seinen Duft und seine violett blühenden Äste jedes Beet zu einem echten Hingucker. Trotz seiner widerstandsfähigen Natur kann auch dieser Pflanze ein paar Pflegemängel schwer zusetzen – bis hin zur Vernichtung der Blüteblüte oder gar des Todes. In diesem Artikel verraten wir Ihnen, welche gängigen Irrtümer Sie auf keinen Fall begehen sollten sowie wie man durch gezieltes Handeln einen atemberaubenden Strauß erreichen und diese Schönheit über Jahre genießen kann.
Die 5 häufigsten Fehler beim Pflegen von Lavendel
Lavendel kommt ursprünglich aus dem Mittelmeergebiet und hat deshalb spezifische Anforderungen an Ort und Bewirtschaftung. Viele Amateurgärtnerei fallen bei diesem Punkt jedoch mit wichtigen Fehlern herein, welche das Wachsen und Blühen stark negativ beeinflussen könnten:
#1 Allzu viele Flüssigkeiten und Nährstoffe
Lavendel gehört zur Gruppe der trockentoleranten Pflanzen und kann weder zu hohe Luftfeuchte noch übermäßig starken Düngeeintrag gut verkraften. Wenn man ihn überschwemmt mit Wasser versorgt, droht rasch das Auftreten von Wurzelgangrän und bleibende Schäden für die Pflanze. Insbesondere während regnerischer Perioden sollte darauf geachtet werden, dass er kein extra Gießwasser erhält. Oft genug geschieht es nämlich, dass Pflanzen mehr Schaden erleiden aus Übertreibungen beim Bewässern als aus Mangel an Wasser. Ein Stickstoffdünger mag dazu beitragen, dass sich am Lavendel ein prächtiger Laubsatz entwickelt, doch gleichzeitig wird dadurch die Bildung von Blüten reduziert. Besser ist ein spezifischer Lavendeldünger, den du beispielsweise auf Amazon erhalten kannst:
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#2 Falscher Schnitt
Spät eingeleiteter oder zögrender Schnitt kann zu verholzten, nackten Flächen und eingeschränkter Blütenentwicklung im folgenden Jahr führen. Oft fehlen es vielen Amateur-Gärtnern an Mut, den Lavendel ausreichend zurückschnittenzu wagen, was letztlich zu weniger ansprechenden Wuchsformen führt. Insbesondere bei älteren Exemplaren neigen diese dazu, stark verholzend mittig kahl zu werden.
#3 Ungeeigneter Standort
Zu helle Orte oder feuchte Stellen im Erdreich können zur schlechten Entwicklung und empfindlichen Pflanzen führen. Lavendel braucht mindestens sechs Stunden unmittelbarem Sonnenlicht pro Tag für ein optimales Wachstum. Wenn er sich an zu dunklen Positionen befindet, kann er trotzdem überleben, entwickelt jedoch wesentlich weniger Blüten und ist stärker gegen Fungalien infiziert.
#4 Zu schwere Böden
Schlecht-drainierte lehmbestandene oder tonreiche Böden hemmen die gesunde Entwicklung der Wurzeln. In diesen Bodenarten sammelt sich Nässe an, was zur Abgabe von Sauerstoff im Wurzelraum führt. Als Ergebnis erzeugt dies schwache Pflanzen mit fahlen Blättern, welche empfindlicher gegenüber Parasiten und Erkrankungen sind.
#5 Zu dichtes Pflanzen
Häufig werden Lavendelstrünke zu dicht gepflanzt, wodurch die Luftkreislauf behindert wird und Pilzerkrankungen begünstigt werden. Erwachsene Pflanzen bedürfen je nach Art von 40 bis 80 Zentimetern Abstand, damit sie voll zur Geltung kommen können. Eine zu starke Ansammlung der Pflanzen kann dazu führen, dass es zum Wettkampf um Nährstoffe und Licht kommt.
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Also so kümmerst du dich richtig um deine Lavendelpflanze
Um häufige Fehler zu vermeiden und sicherzustellen, dass dein Lavendel prächtig blüht, sollten folgende Schritte unternommen werden:
- Wähle eine sonnenreiche und windschutzgerechte Position für deinen Lavendel, am besten an einem Ort mit Südexposition im Gelände.
- Stelle sicher, dass der Boden gut durchlässig ist und eher sandig sowie kalkreich ist - vermische bei schwieriger Erdbeschaffenheit unbedingt 30-40 % Sand oder feiner Kies mit dem Erdreich für deine Pflanzen.
- Achte darauf, genügend Abstand zwischen den Pflanzen zu lassen – die Lücke sollte für verschiedene Arten jeweils 40 bis 80 Zentimeter betragen.
- Beim Setzen von Pflanzen in Töpfe ist es wichtig, einen guten Abfluß zu gewährleisten. Nutze Mediterrane Pflanzenerde und gib eine Schicht Tongranulat Oder lege Kieseln am Boden des Töpfers vor dem Hinzufügen der Erde. Dadurch wird das Ansammeln von Wasser verhindert und es entstehen ideale Voraussetzungen für deinen Lavendel.
- Giess nur bei stetig dauernder Dürre und dann gründlich, jedoch seltener – im ersten Jahr nach dem Setzen etwas häufiger, anschließend benötigt Lavendel wenig Wasser.
- Verwenden Sie Dünger äußerst knapp und nur mit einem bestimmten Spezialprodukt. Lavendel-Dünger – ein Mal im Frühjahr genügt vollständig.
- Schnitt den Lavendel jedes Jahr im Frühling etwa ein Drittel zurück, aber achte darauf, nicht bis zum alten Holz vorzudringen – dadurch bleibt die Pflanze dicht und übersät mit Blüten.
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