Streusalz
Erhebliche Beschädigungen von Straßen und Fahrzeugen: Winterbetrieb führt zu erheblichen Reparaturrechnungen
Jedes Jahr verursacht der Winterdienst Straßenschäden innerhalb des Stadtgebiets sowie Beschädigungen der Räumfahrzeuge. Hier liegt das Kernproblem darin, dass dies ein ständig wiederkehrender Vorkommnis ist.
Altena – Der Winter mag schon zu Ende sein. Doch Roberts Groppe weist darauf hin, dass das Abschiednehmen von einer Jahreszeit keineswegs den Verlauf des Winterdienstes beendet. Bis weit in den April hinein blieb es möglich, diesen dienstagweise anzustellen, sollten die Wettersituationen dies erfordern. Als Direktor des kommunalen Bauhof-Betriebs Altenas führt Herr Grophe nun eine Rückschau über die vergangene Periode. Diese stellt sich als recht widersprüchlich heraus – besonders infolge eines seit langem bekannten Problemes. Die Aussicht auf dessen Beilegung erscheint jedoch fern liegend.
Erhebliche Beschädigungen von Straßen und Fahrzeugen: Der Winterdienst führt zu erheblichen Reparaturrechnungen
Im Allgemeinen ist Groppe äußerst zufrieden. Der Winterdienst wurde dieses Jahr verglichen mit früheren Jahren problemlos umgesetzt. "Ich möchte der Mannschaft hierfür aufrichtig Anerkennung zusprechen", erklärt der Leiter des Bauhofs. Es gab nämlich einige neue Fahrer, die dabei waren. "Was sie geleistet haben, war wirklich bewundernswert", betont Groppe. Ab Mitte November bis zum März wurde der Winterdienst kontinuierlich durchgeführt, wobei es lediglich für eine Aussetzung von einer oder beiden Wochen kam. Zudem fanden viele lange Tage mit starker Kälteeinstrahlung statt. vereinzelt an wenigen Tagen mit dauerhaftem Schneefall Wie Robert Groppe erwähnt hat, waren diese im vergangenen Winter von einer besonderen Ausprägung gekennzeichnet, weswegen „ sehr viel Salz ausgestreut “ worden ist.
Im gesamten Zeitraum also haben die Angestellten im Bauhof insgesamt 1000 Tonnen Schmelzsalthaltige Substanzen in Altena verteilt. Nachrodt-Wiblingwerde Auf die Straßen gekommen ist es. Dies entspricht dem zweifachen Volumengehalte des privaten Salzlagers. "Wir mussten ungefähr vier- oder fünf Mal Nachschub bestellen", berichtet Groppe. Die Bestellungen an Salz, bei denen jeweils 100 bis 200Tonnen bestellt wurden, sind dann durch mehrere Lastwagen pro 25 Tonnen geliefert worden. Derzeit liegen etwa 350 Tonnen Salz im Lager vor. Die alte Lagerräume sollen als Teil der Sanierung nach der Überschwemmungskatastrophe wiederaufgebaut werden, da die Stahlträger sowie die darauf befestigten Muttern stark rosten. Bislang ist kein Beginnstermin für diesen Bau festgelegt, wie Robert Groppe erklärt.
„Fortwährender Zyklus“: Der Bauhof muss die Straßenbeschädigungen eigenverantwortlich reparieren.
Allerdings hat der Winterdienst auch seine_negativen_Aspekte. Ein Blick darauf gibt Aufschluss. Die häufig kritisierten Zustände der Straßen im Bereich des Altenauer Stadtgebiets. Zeigt: Der kalte Teil des Jahres lässt seine Spuren zurück. Jährlich nehmen im Frühling die beschädigten Fahrstreifen und verschlissenen Straßenschlaglöcher zu. Einer der Gründe hierfür ist der Einsatz während des Wintereinsatzes, wie Robert Groppe erläutert, der einen "kontinuierlichen Zyklus" anspricht. Das durch das Salzen freigesetzte Schmelzwasser führt dazu, dass vorhandene Sprünge und Lücken größer werden. Darüber hinaus polieren die Eisenscheibenglieder an den Reinigungsfahrzeugen die geflickten Löcher ab. Und fügt hinzu: "Besonders frustrierend ist, dass dies letztendlich zusätzliche Arbeit für uns bedeutet."
Da Altenas Bauhof infolge von so genannten UI-Verträgen mit dem Landesbetrieb Straßen.NRW auch verantwortlich ist für den Wartungs- und Instandhaltsdienst an Bundes- und Landesstraßen, muss es sich darum kümmern, die ausgebrochenen Schlaglöcher zu reparieren. Eine Beendigung dieser Kette scheint momentan noch fernzuliegen, wie Groppe befürchtet. Stattdessen sollte die Oberfläche der beschädigten Straßen gründlich erneuert statt nur grob geflickt werden – was allerdings einen hohen finanziellen Aufwand bedeuten würde. Durch fortwährende grobe Reparaturen sparen wir am Unpassenden, erklärt der Leiter des Bauhofs. Auch hier stimme die Politik überein: Der jährliche Etat lässt jedoch keine umfangreichere Renovierungen zu, sodass maximal eine oder zwei Straßen komplett saniert werden könnten. „Das wird sicher niemand besonders schätzen“, fügt er hinzu.
Der Bauhofleiter klagt an: Die Beschwerden zum Winterdienst „fallen häufig zu kurz“.
Zwar haben nicht nur die Straßen darunter gelitten, sondern auch die Fahrzeuge der Baufirma sind beschädigt worden. Das Streusalz zeigt eine korroderende Wirkung. Um Rostbildung grundsätzlich zu vermeiden, werden die Einsatzfahrzeuge häufig gereinigt vom Salz. Trotzdem treten manchmal noch Schäden auf. "Aus diesem Grund bemühen wir uns, die jüngeren Fahrzeuge während des Winterdienstes soweit wie möglich fernzuhalten", erklärt Groppe. Wenigstens ist es bei der Beschaffung von Ersatzteilen gegenüber den Coronajahren leichter geworden. Allerdings resultieren aus dem Winterbetrieb jedes Jahr erhebliche Reparaturrechnungen für die Fahrzeuge. Laut Groppe schwanken diese Kosten dieses Jahr um die 50.000 bis 100.000 Euro herum. Dies liegt nahe am Niveaulage des Vorjahres.
Der Bauhofleiter nimmt trotzdem eine Entwicklung wahr. Ofter würden Parkverstöße verzeichnet, was dazu führt, dass die Räumfahrzeuge mit ihrem 2,80 Meter breiten Pflug bestimmte Straßen nicht befahren können und somit nicht räumen. "Die Beschwerden, die meine Kollegin am Telefon erhält, steigen manchmal beträchtlich an", erklärt er. Die Gesprächstonart ist härter geworden. Er wünscht sich mehr Respekt im Umgang miteinander sowie ein größeres Verständnis für die Lage der Mitarbeiter auf den Fahrzeugen, die tagsüber arbeiten müssen. "Jeder versucht seine Straße gründlich freizuräumen." Allerdings ergänzt er: "Natürlich erhalten unsere Mitarbeiter bei ihrer Arbeit auch regelmäßig Anerkennung durch Einheimische, die sehr dankbar dafür sind."
Auch in Lüdenscheid Letzten Endes war der Blick zurück auf denWinterdienst letztlich von positiven Erfahrungen geprägt. Nachhaltigere Reparaturen der Straßen sollten laut STL-Chef Andreas Fritz längeranhaltend sein. wie vor einem Jahr.